"Memory of Austria" - Österreichisches Nationales Memory of the World Register

Memory of Austria - Dokumentenerbe in Österreich

Im Fokus des UNESCO Programms Memory of the World stehen Bewahrung und nachhaltiger Schutz von Dokumenten aller Art sowie der einfache Zugang zu diesem Wissen für möglichst viele Menschen.

Jedoch ist diese Initiative auch ein Signal an die Öffentlichkeit: Der Aufwand zur Erhaltung von Dokumenten ist erheblich und steigt vor allem durch den rapid ansteigenden Zuwachs an digitalen Dokumenten. Denn jede Veränderung der Soft- und Hardwarelandschaft ist eine potentielle Bedrohung für die Existenz digitaler Daten. Es sind daher wesentlich intensivierte Anstrengungen nötig, um dieser „digitalen Amnesie“ entgegen zu wirken.

Das österreichische Register wurde 2014 eröffnet und listet derzeit 19 für Österreich kulturell bedeutsame und historisch wichtige Dokumente und Sammlungen. Es umfasst u.a. wertvolle Handschriften, Urkunden, Drucke und audiovisuelle Dokumente und wird alle zwei Jahre durch Neuaufnahmen ergänzt.

"Im Register wollen wir die historischen Epochen, die unterschiedlichen Dokumentengattungen und natürlich auch die Herkunft bzw. Standorte der Dokumente in Österreich möglichst ausgewogen zur Geltung bringen. Memory of the World schafft aber keine Rangordnung unter Dokumenten: Alle sind wichtig, der Meldezettel genauso wie eine mittelalterliche Handschrift. Die Bedeutung der gelisteten Dokumente - im Österreichischen Register genauso wie im Internationalen - soll das Verständnis für das eigentliche Ziel des UNESCO Programms, die nachhaltige Sicherung des vielfältigen Wissens, besonders deutlich veranschaulichen“, so Dr. Dietrich Schüller, Vorsitzender des Österreichischen Nationalkomitees für das Memory of the World Programme.