"Memory of Austria" - Österreichisches Nationales Memory of the World Register

Manuskripte

Nachlass Josef Ressel

Bereich: Manuskripte
Dokumententyp: Wissenschaftliche und technische Aufzeichnungen
Institution: Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek
Aufnahmejahr: 2016

Der Nachlass von Josef Ressel (1793-1857) umfasst 7 Archivkartons mit ca. 500 handschriftlichen Originaldokumenten. Es handelt sich um biografisches Material, Dokumente zu seiner beruflichen Tätigkeit, Korrespondenzen, Beschreibungen seiner Erfindungen, Skizzen und Tagebücher.

Nach Abschluss seiner Ausbildung an der Forstakademie in Mariabrunn bei Wien 1816 war er als Distriktförster in Triest, Istrien und Venedig tätig, ab 1839 im Dienste der österreichischen Kriegsmarine. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten beschäftigte er sich mit den unterschiedlichsten Themen. Er entwickelte Verbesserungen für Wein-, Obst- und Ölpressen, erfand eine Presswalzmaschine zur Herstellung kleiner Metallwaren, reichte Patentanträge u. a. für ein Dampffuhrwerk, für Rollen- und Kugellager, eine pneumatische Rohrpost, einen Bühnenmechanismus, einen tragbaren optischen Feldtelegrafen und Lafetten für Schiffskanonen ein.

Die bedeutendste von Ressels Erfindungen ist die Schiffsschraube. 1829 lieferte er im Hafen von Triest den praktischen Beweis für das Funktionieren der von ihm entwickelten Schiffsschraube. Auf Grund eines Gebrechens an der Zuleitung der Dampfmaschine musste die Testfahrt aber vorzeitig abgebrochen werden, weitere Versuche wurden behördlich verboten.

Zur gleichen Zeit beschäftigten sich auch andere Erfinder in England, Frankreich und Schweden mit dem Schraubenantrieb bei Dampfschiffen. Es gelang Ressel zu Lebzeiten nicht, sich als „erster“ Erfinder der Schiffsschraube zu behaupten.

Wenige Jahre nach seinem Tod 1857 begannen vielfältige Aktivitäten, um ihn als großen österreichischen Erfinder zu positionieren.

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